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Volkswirtschaft für Berlin

Potsdamer Platz, Berlin: Blick auf die Gebäude und den S-Bahn-Eingang im Morgenlicht

Berliner Wirtschaft: Innovativ, dynamisch, digital

Wie entwickelt sich die Berliner Konjunktur? Setzt sich das Berliner Jobwunder fort? Welche neuen Trends setzt die Berliner Digitalwirtschaft? Wie gelingt der Übergang zu einem nachhaltigen Wirtschaften? Die volkswirtschaftlichen Publikationen beleuchten den Wirtschaftsstandort Berlin und können als Newsletter abonniert werden.

Eckwerte der Berliner Wirtschaft

Luftaufnahme Berlin - Fernsehturm; Copyright Investitionsbank Berlin

Berlin kann auf eine lange und reiche Industriegeschichte zurückblicken, die in vielen hochspezialisierten Betrieben weiterlebt. Auch die unternehmensnahen Berliner Dienstleistungsunternehmen prägen die Wirtschaft der Hauptstadt und haben sich als wichtigste Wachstumsstütze etabliert. Hier wird die Zukunft gestaltet - mit einer innovativen Digitalwirtschaft und forschungsstarken Bereichen wie der Gesundheitswirtschaft und der Elektroindustrie. Das Berliner Wirtschaftswachstum übertrifft seit neun Jahren den deutschen Schnitt. Der dynamische Jobmarkt in der Startup-Hauptstadt und die hohe Lebensqualität ziehen Fachkräfte und Interessierte aus aller Welt an. Seit der Wiedervereinigung wird die Arbeitslosigkeit stetig abgebaut und die Beschäftigtenzahlen wachsen dank des Berliner Jobwunders überdurchschnittlich.

 

 

 

 

 

Aktuelle Publikationen im Fokus

Frankreich ist bei der Wichtigkeit der Exportländer vor China

Leichter Rückgang bei den Berliner Warenexporte

Die Wirtschaft hat 2023 kräftig abgebremst, auch wenn das Berliner BIP wieder deutlich überdurchschnittlich abgeschlossen hat – wofür die Dienstleistungen gesorgt haben. Zumindest die Berliner Industrieproduzenten bekamen aber den konjunkturellen Gegenwind im Zuge internationaler Unsicherheiten zu spüren. So sanken die Umsätze der 325 Berliner Industriebetriebe mit mehr als 50 tätigen Personen in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 11,1% auf 35,2 Mrd. EUR. Der Auslandsumsatz ging um 5,7% zurück und die Warenexporte sanken leicht um 0,3% auf nur noch 16,69 Mrd. EUR.

Allerdings weisen die Volkswirte der IBB in ihrer Export-Studie darauf hin, dass im letzten Quartal 2023 knapp 9% mehr Aufträge gemeldet wurden. Allein im Dezember 2023 waren es sogar fast 18% mehr Aufträge als im Vorjahresmonat. Ausgehend von dem derzeit etwas abgesenkten Ausfuhrniveau könnten die Berliner Warenexporte auf das Jahr 2024 hochgerechnet daher um 4% steigen.

Pharmazeutische Erzeugnisse sind das wichtigste Berliner Exportgut

Nach außergewöhnlichen Zuwächsen während der Coronapandemie um 1,2 Mrd. EUR normalisieren sich die Exportzahlen bei den pharmazeutischen Erzeugnissen nun wieder: Sowohl in 2022 (-396 Mio. EUR) als auch in 2023 (-431 Mio. EUR; -14,9%) sanken die Exporte auf zuletzt 2,46 Mrd. EUR. Sie bleiben mit einem Anteil von 14,7% an allen Exporten dennoch das mit Abstand wichtigste Berliner Exportgut. Die Ausfuhren von medizinischen und orthopädischen Geräten behielten ihren positiven Wachstumstrend bei und stiegen um 4,9% (+48,6 Mio. EUR) auf 1,05 Mrd. EUR. Beide Warengruppen gehören zum hochspezialisierten und international anerkannten Berliner Innovationscluster „Gesundheitswirtschaft“.

USA wichtigster Abnehmer Berliner Waren

Die Vereinigten Staaten von Amerika bleiben mit einem Anteil von 9,3% auch weiterhin das wichtigste Berliner Exportland. Insgesamt sank aber die Nachfrage nach Produkten aus der deutschen Hauptstadt um 2,4% (-38,4 Mio. EUR) auf 1,53 Mrd. EUR. Das wichtigste Exportgut sind mit 197 Mio. EUR (-11,8%) die sogenannten „sonstigen Fahrzeuge“, zu denen u.a. Motorräder gehören. Auf Platz zwei der wichtigsten Exportländer löst Frankreich mit dem Kauf Berliner Waren im Wert von 1,27 Mrd. EUR die Volksrepublik China mit 1,25 Mrd. EUR knapp ab.

Polen löst China erstmals als Handelspartner Nr. 1 ab

Betrachtet man neben den Exporten auch noch die Importe, so ist 2023 erstmals Polen der wichtigste Außenhandelspartner vor der Volksrepublik China. So sind nicht nur die Exporte nach Polen um 9,2% auf 1,18 Mrd. gestiegen. Vor allem die Importe haben um 925 Mio. EUR auf insgesamt 2,93 Mrd. EUR deutlich zugelegt. Grund waren die stark gestiegenen Importe von Rohtabak und Tabakerzeugnissen (+954 Mio. EUR auf 1,1 Mrd. EUR). Insgesamt betrug der Berliner Außenhandel mit dem nächstgelegenen Nachbarland damit 4,11 Mrd. EUR. Das gesamte chinesische Handelsvolumen bestehend aus Importen (2,76 Mrd. EUR) und Exporten (1,25) betrug insgesamt 4,0 Mrd. EUR.

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