Die Klimastrategie der IBB Gruppe
Nachhaltig handeln für Berlin
Das Land Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 eine klimaneutrale Stadt zu werden. Als Partnerin in diesem Transformationsprozess unterstützt die IBB Gruppe die Bemühungen Berlins, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und sich an den Klimawandel anzupassen. Das Engagement orientiert sich dabei am 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015.
Als Förderbank unterstützen wir das Wirtschaftswachstum und investieren in Immobilien - beides spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Berliner Wirtschaft und des Gemeinwesens. Gleichzeitig sind wir uns der Auswirkungen dieser Aktivitäten auf die Umwelt, einschließlich ihres CO2-Fußabdrucks, bewusst. Vor diesem Hintergrund entwickeln und implementieren wir Strategien, die es uns ermöglichen, weiterhin positive wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens treu zu bleiben.
Als Förderbank des Landes ist es unsere Aufgabe, den Weg zur Berliner Klimaneutralität aktiv zu unterstützen. Mit unserer Klimastrategie setzen wir den Fokus auf die Finanzierung der Transformation und leisten einen konkreten Beitrag, um Berlin zukunftsfähig, resilient und lebenswert zu gestalten.
Die Klimabilanz der IBB Gruppe
Unsere Klimastrategie basiert auf einer Klimabilanz als Datengrundlage. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde erstmalig die Klimabilanz für den Scope 3.15, den finanzierten Emissionen, erstellt. Er zeigt die verursachten Emissionen durch unsere Finanzierungsaktivitäten. Sie stellen den Großteil unserer Klimabilanz dar.
| Emissionen | Emmisionen in tCO2e |
|---|---|
| Scope 1 | 2,9 |
| Scope 2 | 300,37 |
| Scope 3 | 5.144.874,76 |
| THG Emissionen insgesamt | 5.145.178,03 |
Aufteilung der finanzierten Emissionen auf wesentliche Sektoren - IBB Gruppe CO2e -Anteil 2023
Die von uns finanzierten Emissionen liegen bei rund 5 Mio. t CO2e und entsprechen damit einem signifikanten Anteil der Berliner Emissionen. Das zeigt, welche Verantwortung wir als Förderbank tragen - aber auch, welchen Hebel wir haben. Gemeinsam mit unseren Kund:innen wollen wir diese Möglichkeit nutzen, um die Transformation aktiv zu finanzieren und voranzubringen.
Die Klimastrategie der IBB Gruppe
Die Klimastrategie der IBB Gruppe basiert auf den Erkenntnissen der Klimabilanz und beinhaltet konkrete Klimaziele und einen Transitionsplan mit Abbaupfaden, Maßnahmen und Dekarbonisierungshebeln. Der Transitionsplan definiert klare Reduktionspfade für die emissionsintensiven Sektoren Energieversorgung und Immobilien, die nach wissenschaftlich fundierten Standards entwickelt wurden und sich am 1,5°-Grad-Ziel orientieren. Hierbei fokussieren wir uns auf die Reduzierung der physischen Intensitäten in den beiden Sektoren.
Die Abbaupfade
Abbaupfad des Sektors Energieversorgung (in gCO2e/kWh)
Abbaupfad des Sektors Immobilien (in kgCO2e/m²)
Zudem besteht die Klimastrategie der IBB Gruppe aus weiteren Zielen und Maßnahmen. Sie ist als Nachhaltigkeits- und Klimastrategie in die gruppenweite Geschäftsstrategie integriert und stellt so sicher, dass Klimaziele und –risiken in jeden Aspekt der Geschäftstätigkeiten integriert werden, um die Wirkung langfristig messbar zu machen und ein Monitoring zur Zielerreichung gewährleisten zu können.
Wesentliche Risiken unter besonderer Berücksichtigung von ESG-Faktoren werden zudem regelmäßig überwacht und kommuniziert. Sie werden mittels Stresstests und Klimaszenarioanalysen geprüft, auch unter Einbeziehung von Klima- und Umweltrisiken. Nachhaltigkeitsrisiken und die Klimaziele fließen zudem in die Risikostrategie ein.
Die regelmäßige, mindestens einmal jährlich stattfindende Überprüfung der Klimastrategie und des Transitionsplans im Rahmen der konzernweiten Nachhaltigkeitserklärung gewährleistet fortlaufende Aktualität und Wirksamkeit. Die Klimabilanz wird quartalsweise für die IBB Gruppe erhoben und zeigt zudem, ob die festgelegten Klimaziele eingehalten werden. Steuerungmaßnahmen auf Grundlage der Abbaupfade sind entwickelt und befinden sich derzeit in der Umsetzung. Ziel ist es, frühzeitig steuernd einzugreifen und so einen wirksamen Beitrag zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens zu leisten.