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House of Finance and Tech Berlin – Erfolgreicher Anteilsverkauf der IBB UV an den Förderverein und private Gesellschafter

 Berlin

Planmäßiger Übergang von öffentlicher Anschubfinanzierung zu privat getragenem Geschäftsmodell

Die IBB Unternehmensverwaltung (IBB UV) und Konzernmutter der Investitionsbank Berlin (IBB) gibt ihre Anteile an der House of Finance and Tech Berlin GmbH (HoFT Berlin) ab. Ab dem 1. Januar 2026 ändert sich das Geschäftsmodell des HoFT Berlin von einer rein öffentlich finanzierten Förderagentur hin zu einer vom HoFT Berlin Förderverein getragenen Plattform auch mit marktlichen Angeboten. Die institutionelle Förderung aus Mitteln des Berliner Landeshaushalts endete planmäßig zum 31. Dezember 2025.

Das HoFT Berlin ist damit nach rund zweijähriger Aufbauphase nachhaltig etabliert und wird künftig mit großem Engagement der etablierten Finanzindustrie und FinTechs über den HoFT Berlin Förderverein weitergeführt. Es ist ein gelungenes Beispiel für ein Public-Private-Partnership-Modell (PPP-Modell), bei dem eine zeitlich befristete öffentliche Anschubfinanzierung gezielt privates Engagement aktiviert hat.

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin ist mit fast 200 Unternehmen der führende FinTech-Standort Deutschlands. Wir sind Innovationsschmiede mit globaler Strahlkraft und ziehen Unternehmen aus aller Welt an, vom dynamischen Startup bis zum Unicorn mit Milliardenbewertung. Mit Initiativen wie der FinTech-Messe FIBE treiben wir Berlins Position als Finanz- und Innovationsstandort gezielt voran. Das House of Finance & Tech wurde vom Land Berlin mit einer Anschubfinanzierung von über 3,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht – als klares Bekenntnis zu Wachstum, Innovation und der Zukunftsfähigkeit der Branche. Es vernetzt etablierte Akteure der Finanzwirtschaft und fördert zugleich junge, aufstrebende FinTechs. Und nicht nur Unternehmen profitieren davon, sondern auch die Berlinerinnen und Berliner: Als zentraler Ort für moderne und zukunftssichernde Finanzbildung leistet das House of Finance & Tech einen wichtigen Beitrag. Wir werden die Aktivitäten des House of Finance & Tech auch in Zukunft weiterhin engagiert begleiten.“

Hinrich Holm, Vorsitzender des Vorstands der IBB: „Von Beginn an ging es nicht um eine dauerhafte öffentliche Finanzierung, sondern um eine gezielte Anschubfinanzierung mit klarer Perspektive. Ziel war es, eine zentrale, leistungsfähige Repräsentanz für das Berliner FinTech-Ökosystem zu schaffen und strukturell zu verankern. Dieses Ziel ist erreicht. Das HoFT Berlin verfügt heute über tragfähige Strukturen, eine klare inhaltliche Ausrichtung und eine aktive Einbindung der Branche. Dass das HoFT Berlin ab 2026 ohne institutionelle Förderung aus dem Landeshaushalt weitergeführt werden kann, bestätigt den gewählten Ansatz und zeigt, dass Public-Private-Partnerships einen nachhaltigen Beitrag zur Standortentwicklung leisten können.“

Achim Oelgarth, Vorsitzender des HoFT Berlin Fördervereins: „Das House of Finance and Tech ist Berlins Dreh- und Angelpunkt für einen innovativen Finanzsektor – es verbindet Wachstum, Erneuerung und Wissenstransfer und liefert wichtige Impulse für Financial Wellbeing. Auch künftig arbeitet das HoFT Berlin mit öffentlichen Institutionen auf Landes- und Bundesebene sowie auf der internationalen Bühne zusammen. Zugleich freuen wir uns sehr, die IBB als Mitglied im Förderverein zu begrüßen, wodurch die Public-Private-Partnership weiterlebt.“

HoFT als Beispiel einer gelungenen Public-Private-Partnership

Die HoFT Berlin GmbH wurde im März 2024 als Förderagentur für die Berliner FinTech-Branche gegründet. Die IBB UV übernahm dabei zunächst die Rolle der Mehrheitsgesellschafterin und das Land Berlin stellte für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 eine vollständige öffentliche Finanzierung sicher. Aufbau und Etablierung des HoFT Berlin erfolgten auf Initiative der Berlin Finance Initiative und Berlin Partner in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der IBB UV als ausführender Stelle im Auftrag des Landes Berlin. Ziel war es, eine zentrale Repräsentanz für das Berliner FinTech-Ökosystem zu schaffen, Akteure zu vernetzen und privates Engagement schrittweise einzubinden. Parallel dazu wurde im April 2024 der HoFT Förderverein gegründet, um Förderbeiträge aus der Branche einzuwerben und die mittel- und langfristige Finanzierung der Gesellschaft sicherzustellen. Im Rahmen dieses PPP-Modells wurde die Beteiligungsstruktur sukzessive geöffnet. Ab 2026 legt der Förderverein die finanzielle Grundlage für den weiteren Betrieb der HoFT Berlin GmbH.

Bedeutung des PPP-Modells für den FinTech-Standort Berlin

Berlin ist der größte FinTech-Standort in Deutschland und nimmt auch im europäischen Vergleich eine führende Rolle ein. Die IBB-Studie „Berlin als FinTech-Hauptstadt 2025“ belegt die volkswirtschaftliche Bedeutung. In Berlin sind über 189 FinTech-Unternehmen und 24 Scale-ups aktiv, die rund 12.000 Arbeitsplätze schaffen und maßgeblich zur digitalen Transformation der Finanzwirtschaft beitragen. Eine hohe Dichte an Venture-Capital-Investitionen sowie die zunehmende Verknüpfung von FinTech mit Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit stärken die internationale Sichtbarkeit des Standorts. Vor diesem Hintergrund leistet das HoFT Berlin als Public-Private-Partnership einen gezielten Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Finanzplatzes Berlin, indem es eine zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer bereitstellt.

Zentrale Plattform für den größten FinTech-Standort Deutschlands

Das HoFT Berlin fungiert als zentrale Plattform zur Sichtbarmachung, Vernetzung und Weiterentwicklung des Berliner FinTech-Ökosystems. Es unterstützt die Branche durch Veranstaltungen, Netzwerkarbeit, Matchmaking und Wissenstransfer. Zu den bisherigen Aktivitäten zählen unter anderem die Einführung des Financial Wellbeing Scores, der Aufbau des Financial Wellbeing Hub sowie die Scale-Up Academy zur gezielten Unterstützung wachsender Berliner FinTechs.

Weitere Informationen zum HoFT.Berlin

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