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24.04.2024 , Berlin

Europäische Mittel stärken Berliner Unternehmen

InvestEU: EIF unterstützt Investitionsbank Berlin beim Ausbau ihres Kreditprogramms für innovative KMU

Europäische Finanzierungsmittel sind eine Säule der Wirtschaftsförderung Berlins. Die Investitionsbank Berlin (IBB) wird ihre Zusammenarbeit mit den in Berlin ansässigen Hausbanken zur Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) deshalb verstärken. Eine Rückbürgschaft des Europäischen Investitionsfonds (EIF) in Höhe von 24,5 Mio. Euro ermöglicht es der IBB, das Förderkreditprogramm "Berlin Innovativ PLUS" mit Haftungsfreistellungen für die Partnerbanken um 50 Mio. Euro zu erweitern. Die Risikopartnerschaft wird den Zugang zu Krediten für KMU erhöhen, die in Innovation und Digitalisierung, Nachhaltigkeit und den Kreativsektor investieren.

Der EIF ist der auf Risikofinanzierung kleiner Unternehmen spezialisierte Arm der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die Rückbürgschaften des EIF werden durch das europäische Programm InvestEU ermöglicht. Dabei kommen drei Bürgschaftsprodukte zum Einsatz: die Garantie für Innovation und Digitalisierung, die Garantie für den Kultur- und Kreativsektor sowie die Nachhaltigkeitsgarantie.

Die Transaktion wurde auf dem IBB-Fördertag in Berlin unterzeichnet, der ganz im Zeichen der Unterstützung des Beitrags Berliner Unternehmen zu Innovation, Klimaneutralität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stand.

Nicola Beer, Vizepräsidentin der EIB und für Finanzierungen in Deutschland zuständig: „Mit dieser Rückbürgschaftskooperation ermöglichen wir es regionalen Banken, in kleine und mittlere Unternehmen zu investieren, die oft aufgrund fehlender Sicherheiten Schwierigkeiten haben, ihre innovativen, nachhaltigen oder kreativen Projekte zu finanzieren. Dies hilft dem oft unterschätzten Sektor kleinerer Unternehmen, der auch in Deutschland einen Großteil der Arbeitsplätze stellt, sich aktiv an der grünen und digitalen Transformation zu beteiligen.“

Marjut Falkstedt, Hauptgeschäftsführerin des EIF: „InvestEU wurde als Instrument zur Förderung von Investitionen kleiner und innovativer Unternehmen in die Zukunft Europas eingerichtet. Es ermöglicht den Banken, Kredite für die Gründung und das Wachstum solcher Unternehmen zu vergeben und ihnen zu helfen, sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit hohen Zinsen und Inflation zurechtzufinden. Wir freuen uns, dass die IBB dieses Instrument einsetzt, um innovative Unternehmen, nachhaltige Vorhaben und Projekte aus der Kreativwirtschaft in Berlin zu unterstützen.“

Dr. Hinrich Holm, Vorstandsvorsitzender der IBB: „Wir freuen uns darauf, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem EIF fortzusetzen und als einer der ersten Partner in Deutschland eine KMU-Portfoliogarantie aus dem InvestEU-Programm abzuschließen. Die Vereinbarung stärkt die Zusammenarbeit mit unseren regionalen Bankpartnern und erweitert den Fokus unseres verbesserten Kreditprodukts Berlin Innovativ PLUS auf Nachhaltigkeitskriterien und den Kreativsektor. Finanzinstrumente mit einem Mix aus öffentlichen und privaten Mitteln sind ein effizienter Weg, um jungen und innovativen Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial aber auch höherem Risiko, den Zugang zu Finanzierungen zu erleichtern.“

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin: „Berlin hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Zugpferd der deutschen Wirtschaft entwickelt, mit einer überdurchschnittlich steigenden Wirtschaftsleistung und Hunderttausenden neuen Arbeitsplätzen. Das verdanken wir vor allem einem breit aufgestellten Mittelstand, der neben traditionellen Unternehmen inzwischen auch Tausende von Startups und Unternehmen der Kreativbranche umfasst. Gemeinsam mit der IBB haben wir unsere Wirtschaftsförderung auf KMU in den Technologieclustern, der Digitalen Wirtschaft und der Kreativwirtschaft fokussiert. Mit dem InvestEU-Programm können wir diese Entwicklung gezielt stärken und Berlin weiter als führenden Innovationsstandort in Europa positionieren.“

Hintergrundinformationen:

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist Teil der Europäischen Investitionsbank (EIB)-Gruppe. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Europas Kleinst- sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern. Der EIF konzipiert und entwickelt Risiko- und Wachstumskapital, Garantien und Mikrofinanzierungsinstrumente, die speziell auf dieses Marktsegment ausgerichtet sind. In dieser Rolle fördert der EIF die Ziele der EU zur Unterstützung von Innovation, Forschung und Entwicklung, Unternehmertum, Wachstum und Beschäftigung.

Das Programm InvestEU stellt der Europäischen Union wichtige langfristige Finanzierungsmittel zur Verfügung und hebelt damit erhebliche private und öffentliche Investitionen in die gemeinsamen Prioritäten, z.B. einen nachhaltigen Aufschwung, grünes Wachstum, digitalen Wandel, gute Jobs und Wohlstand in ganz Europa. Das Programm InvestEU bündelt die zahlreichen EU-Finanzinstrumente unter einem Dach und macht die Finanzierung von Investitionsprojekten in Europa einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm besteht aus drei Komponenten: dem InvestEU-Fonds, der InvestEU-Beratungsstelle und dem InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird durch Finanzpartner umgesetzt, die mit Hilfe der EU-Haushaltsgarantie in Höhe von 26,2 Mrd. Euro in Projekte investieren werden. Die gesamte Haushaltsgarantie wird die Investitionsprojekte der Durchführungspartner unterstützen, ihre Risikotragfähigkeit erhöhen und so mindestens 372 Mrd. Euro an zusätzlichen Investitionen mobilisieren.

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