15.12.2022 , Berlin

Berlin stärkt Mittelstand mit Beteiligungskapital

  • 10 Mio. Euro bis 2023 für Turnaround-Programm
  • Eigenkapital für Unternehmen mit 20 bis 249 Beschäftigten in wirtschaftlichen und bilanzstrukturellen Schwierigkeiten
  • Bis zu 1,5 Mio. Euro pro Engagement in Form von Beteiligungen durch die IBB Capital
  • Branchen offen

Mit heutigem Datum startet die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe zusammen mit der IBB Capital GmbH (IBB Capital) das neue Turnaround-Programm.

Ziel des Programmes ist es, Beteiligungskapital für sanierungsfähige kleine und mittlere Unternehmen in akuten Krisensituationen zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht durch Begleitung von Co-Investoren (Intermediäre), welche die Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückführen sollen.

Das Turnaround-Programm ist ein wichtiger Baustein im Maßnahmenpaket zur Ausweitung der Wirtschaftsförderung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Berlin, um auch in turbulenten Zeiten Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft für Berlin zu erhalten.

Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Mit diesem Programm zeigen wir einmal mehr, dass sich Berliner Unternehmen auf uns verlassen können. Das ist ein wichtiges Zeichen in diesen auch wirtschaftlich angespannten Zeiten. Ich freue mich, dass wir hier gemeinsam mit der IBB ein weiteres Programm zur Sicherung der KMU zur Verfügung stellen können. Das Programm bietet Unternehmen in wirtschaftlichen oder bilanziellen Schwierigkeiten die Chance auf einen Turnaround. Durch Beteiligungen der IBB Gruppe an den Unternehmen zeigen wir ganz klar, dass wir bereit sind, ein Risiko zur Stärkung unserer Betriebe zu tragen und als Partner fest an der Seite der Berliner Wirtschaft stehen.“

Hinrich Holm, Vorstandsvorsitzender der IBB Gruppe: „Die IBB hat im Auftrag von Bund und Land rund 7 Milliarden Euro an Sofort- und Überbrückungshilfen ausgezahlt, um die Auswirkungen der Coronakrise abzumildern. Das neue Turnaround Programm hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen, den Erholungspfad aus der Coronakrise heraus konsequent weiterzugehen. Dafür setzen wir auf das bewährte Prinzip, mit der IBB Capital und Co-Investoren (Intermediären) gemeinsam schnell und zielgerichtet Eigenkapital in sanierungsfähige KMU zu investieren.“

Grundsätzlich sollen Unternehmen zwischen 20 und 249 Beschäftigte unterstützt werden. Die Beteiligung wird durch die IBB Capital bis zu einem angestrebten Exit übernommen und richtet sich an sanierungsfähige Unternehmen. Die Beteiligungen werden durch Intermediäre (Beteiligungsgesellschaften, VC-Gesellschaften, Family Offices, Mittelstandsfonds) gemeinsam mit der IBB Capital in Form offener oder stiller Beteiligungen eingegangen. Dabei können von der IBB Capital bis zu 1,5 Mio. Euro pro Engagement zusätzlich zu den Mitteln der Intermediäre investiert werden.

Informationsveranstaltungen für interessierte Intermediäre sind ab Januar 2023 geplant.

Die IBB Capital GmbH ist eine 100%ige Tochter der IBB Gruppe, zu der auch die Investitionsbank Berlin (IBB) gehört. Während der Coronakrise hat die IBB Capital innerhalb von 24 Monaten 162 Mio. Euro Beteiligungskapital an Startups und KMU vergeben und damit rund 3.000 Arbeitsplätze gesichert. Dabei agiert die IBB Capital immer zusammen mit Co-Investoren (Intermediären). Auf diese Weise konnten Finanzierungsrunden in Höhe von rund 500 Mio. Euro ermöglicht und somit weiteres privates Eigenkapital für den Wirtschaftsstandort gesichert werden.

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Jens Holtkamp, Leiter Unternehmenskommunikation

Jens Holtkamp

Leiter Unternehmenskommunikation

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Fax: 030 / 2125-2902

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Pressesprecher, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

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