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24.11.2020 , Berlin

„Coronahilfen für Start-ups“ kommen an – IBB zieht positive Zwischenbilanz

  • Über 18,8 Mio. EUR an Finanzierungszusagen für 34 Start-ups
  • Weitere 159 Anträge in Bearbeitung
  • Verlängerung des Programms bis 30. Juni 2021 in Vorbereitung

Nach rund drei Antragsmonaten zieht die Investitionsbank Berlin (IBB) eine positive Zwischenbilanz der „Coronahilfen für Start-ups“. Bereits 18,8 Mio. EUR an Finanzierungszusagen konnten in den verschiedenen Bausteinen erzielt werden. Insbesondere die IBB-Tochter IBB Ventures verzeichnet hohe Antragszahlen. 17 Finanzierungsrunden mit einem Volumen von 7,2 Mio. EUR konnten von der IBB Ventures bereits abgeschlossen werden.

Nachdem die Kleinbeihilfeverordnung der EU bereits bis 30. Juni 2021 verlängert wurde, hat die EU-Kommission nun auch die Genehmigung der Anpassungen der Beihilfemaßnahmen des Bundes erteilt. Alle drei Bausteine der Coronahilfen für Start-ups werden aus diesem Grund aktuell für eine Verlängerung des Programms vorbereitet.

Die „Coronahilfen für Start-ups“ bieten öffentliches Wagniskapital in Höhe von maximal 800.000 EUR je Unternehmen bzw. Unternehmensgruppe und werden über drei Finanzierungswege (Bausteine) an die Start-ups weitergegeben. Bei Baustein 1 erfolgt die Finanzierung über die von der IBB Ventures verwalteten VC Fonds Technologie bzw. Kreativwirtschaft.

Beim sogenannten Baustein 2 der „Coronahilfen für Start-ups“ wird bei der Auszahlung der Finanzierungsmittel auf die Einbindung privater Investoren (Intermediäre) gesetzt. Die Intermediäre reichen wiederum Start-ups zur Prüfung ein. Bei positivem Ergebnis ergänzen die Intermediäre die öffentlichen Finanzierungsmittel mit einem mindestens 20%-igen Eigenanteil. Eine Übersichtsliste mit den Intermediären ist unter www.ibb.de/coronahilfen-startups abrufbar. Bisher wurden die Coronahilfen für Start-ups über Intermediäre an 21 Start-ups mit einem Volumen von 9,8 Mio. EUR ausgereicht.

Als dritter Finanzierungsweg steht das Programm Berlin Mezzanine der IBB zur Verfügung. Hier unterstützt die Bank Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen oder aus den Technologieclustern mit Nachrangdarlehen bis zu 800.000 EUR, die zu einem marktüblichen Zins vergeben werden. In diesem dritten Baustein, der als letzter an den Start ging, gab es bisher drei Bewilligungen mit einem Volumen von 1,8 Mio. EUR.

Die „Coronahilfen für Start-ups“ wurden vom Bund, Land Berlin, der KfW und IBB initiiert, um Berliner Start-ups, die durch Corona unverschuldet in einen Finanzierungsengpass geraten sind, mit gezielten Hilfen zu unterstützen. Von dem 2-Milliarden-Hilfsprogramm des Bundes für Start-ups stehen rund 1,2 Mrd. EUR großen Wagniskapitalgebern zur Verfügung (Säule I). 800 Mio. EUR entfallen auf kleinere VC-Gesellschaften der Länder (Säule II), wovon das Land Berlin rund 100 Mio. EUR erhalten hat. Die IBB ergänzt diese Mittel um bis zu 50 Mio. EUR, die durch das Land Berlin abgesichert sind.

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