28.09.2015 , Berlin

Wachstumsschub durch Digitale Transformation – 270.000 neue Jobs

Berlin hat sich zu einem außergewöhnlichen Biotop für junge Unternehmen insbesondere der Digitalen Wirtschaft entwickelt. Bei konsequenter Umsetzung der digitalen Transformation hat Berlin die Chance, dass in den nächsten 15 Jahren rund 270.000 neue Jobs geschaffen werden – dies bedeutet, dass die Arbeitslosenquote Berlins erstmalig auf das Bundesniveau sinken kann. Das geht aus einer neuen Studie „Wirtschaftsstandort Berlin – Wachstumsschub durch Digitale Transformation“ der Investitionsbank Berlin (IBB) hervor.

Cornelia Yzer, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung: „Die digitale Wirtschaft ist einer der zentralen Wachstumsfaktoren der Berliner Wirtschaft. Sie ist kreativer Innovationstreiber und dynamischer Wirtschaftsmotor in einem. Alle 20 Stunden entsteht in Berlin ein neues Internetunternehmen und inzwischen wird jeder achte Arbeitsplatz von der Digitalbranche geschaffen. Bei konsequenter Umsetzung der digitalen Transformation wird Berlin in die Spitzengruppe einer global ausgerichteten digitalen Wirtschaft vorstoßen.“ Der IBB-Studie zufolge können in Zukunft die Wachstumsraten des vergangenen Jahrzehnts noch deutlich übertroffen werden.

Haupttreiber des zusätzlichen Wachstums werden die in Berlin etablierten Zukunftsbranchen Energie, Gesundheit, Verkehr, Optik und IKT-Kreativwirtschaft sein. Dabei wird es nicht ausreichen, die bisherigen Unternehmensprozesse durch rechnergestützte aber den analogen Verfahren 1:1 nachgebildeten Arbeitsweisen zu ersetzen. Bis zum Jahr 2030 können diese Branchen bei vollständiger Umsetzung der Digitalisierungseffekte ein Wachstum der Bruttowertschöpfung von bis zu 5,2% pro Jahr erreichen. Aber auch weitere Wirtschaftsbereiche – insbesondere aus dem unternehmensnahen Dienstleistungsbereich – bieten Potential für zusätzliches Wachstum. Gelingt die digitale Transformation der Berliner Wirtschaft, so kann Berlin alles in allem bis Ende des nächsten Jahrzehnts mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von rund 2,5% pro Jahr rechnen. Bei gleichbleibenden Produktivitätszuwächsen würde das Wachstum lediglich 1,6% betragen.

Dr. Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB: „Es ist eine bemerkenswerte Erkenntnis der Studie, dass die Bruttowertschöpfung bei erfolgreicher digitaler Transformation der Berliner Wirtschaft in den nächsten fünfzehn Jahren kumuliert um zusätzliche 109 Mrd. Euro steigen wird – dies entspricht in etwa der zusätzlichen Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres. Man könnte in diesem Zusammenhang auch von einer digitalen Transformationsdividende sprechen.“ Die jährlichen Zuwächse schwanken dabei im Verlauf der Jahre, können aber bis auf ein Niveau von 19 Mrd. Euro zusätzlicher Wertschöpfung im Jahr 2030 ansteigen. Dabei entfällt der größte Anteil auf die Berliner Zukunftsbranchen, insbesondere auf den Bereich IKT. Aber auch die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Kraftwagen und Kraftwagenteile, Elektrische Ausrüstungen sowie Chemische Industrie (vor allem Pharmazie) werden von der Umstellung profitieren.

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