09.12.2015 , Berlin

Neue Studie zeigt Kongresse und Messen als wichtige Konjunkturtreiber in Berlin

Aussteller und Besucher ließen vergangenes Jahr rund 1,4 Milliarden Euro in der Stadt.

Die Messen und Kongresse der Hauptstadt sind wichtige Konjunkturtreiber in der Hauptstadt. Das ist das Fazit einer neuen Studie zur wirtschaftlichen Gesamtbedeutung des Veranstaltungsgeschäfts am Messe- und Kongressstandort Berlin. In einem Simulationsmodell haben die Experten der Investitionsbank Berlin (IBB) die Auswirkungen von großen Fachveranstaltungen und Messen auch auf die umliegende Wirtschaft berechnet. Laut Studie löst ein Euro Messe- und Veranstaltungsumsatz 5,10 Euro zusätzliche Kaufkraft in Berlin aus. Allein an Steuereinnahmen generieren die Gäste von der Grünen Woche bis Ärztekongressen rund 65 Millionen Euro im Jahr.

Berlin liegt laut aktueller Statistik der "International Congress and Convention Association" (ICCA) als Kongress-Destination weltweit auf Platz vier der gefragtesten Veranstaltungsorte und ist einer der führenden Messe- und Kongressstandorte Deutschlands. Die Studie der IBB zeigt am Beispiel der Messe Berlin auf, wie nicht nur die Ausstellerbranche, sondern Wirtschaft und Bevölkerung insgesamt, Tourismus und Einzelhandel insbesondere, vom Messe- und Kongressgeschäft profitieren.

„Die Zahlen dokumentieren, dass Messen und Kongresse als kraftvoller wirtschaftlicher Katalysator wirken und ein Vielfaches an Umsätzen und Bruttowertschöpfung in Berlin auslösen. Diese zusätzlichen Umsatzeffekte machen sich in den verschiedensten Bereichen der Berliner Wirtschaft positiv bemerkbar", sagt Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin. So wird das Messegeschäft der landeseigenen Messe Berlin aus dem Jahr 2014 der Hauptstadt in den nächsten Jahren laut Studie ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 2,1 Milliarden Euro bescheren.

Es ist die erste Studie, die von der IBB zu dem Thema verfasst worden ist. „Besonders der hohe Anteil zusätzlicher Kaufkraft, der über die vielen in- und ausländischen Messebesucher und Aussteller in die Stadt geholt wird, ist für mich bei diesem Thema interessant“, betonte Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der IBB. Doch bei allen Zahlen dürfe man auch den hohen Imageeffekt nicht vergessen, den die großen internationalen Fachveranstaltungen für den Standort Berlin bedeuten.

Die IBB hat die Berechnungen auf Grundlage der Aktivitäten der Messe Berlin durchgeführt und daraus volkswirtschaftliche Schlüsse gezogen. So konstatieren die Autoren, dass jeder Euro Kaufkraft eines Messe- oder Kongressbesuchers schon im Jahr der Messe über die Umsätze in angrenzenden Branchen letztlich zu einer Bruttowertschöpfung von 1, 20 Euro führt. Weitere Schlussfolgerung: Allein in 2014 wurden durch das Veranstaltungsgeschäft der Messe Berlin 6.500 Arbeitsplätze in Berlin neu geschaffen oder gesichert.

Dazu Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Auch diese Studie belegt den immensen volkswirtschaftlichen Nutzen des Veranstaltungsgeschäfts der Messe Berlin. Die Ergebnisse zeigen nicht nur die spürbaren Effekte für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt der Stadt auf, sondern dokumentieren erstmals auch die erheblichen Steuereinnahmen, die dem Landeshaushalt durch ein florierendes Messe- und Kongressgeschäft zugutekommen.“

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Ansprechpartner

Claudia Hamboch

Pressesprecherin

Senatsverwaltung für Berlin Wirtschaft, Technologie und Forschung

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