03.05.2017 , Berlin

IBB Beteiligungsgesellschaft: Zweithöchstes Ergebnis in 20 Jahren

43 Finanzierungsrunden über 15,2 Mio. Euro - davon 10,8 Mio. Technologie und 4,4 Mio. Kreativwirtschaft

Mit 43 (Vj.55)Transaktionen und einem Investitionsvolumen von 15,2 Mio. Euro (Vj.17,3) hat die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH (IBB Bet) in 2016 nach dem Rekordergebnis des Vorjahres das zweithöchste Finanzierungser-gebnis ihrer 20-jährigen Geschichte erreicht. An den 43 Finanzierungsrunden des Berichtsjahres beteiligten sich zahlreiche Finanzierungspartner mit Investitionen in Höhe von 105 Mio. Euro, so dass den innovativen Berliner Start-ups auf diesem Wege Beteiligungskapital in Höhe von insgesamt 120 Mio. Euro zufloss.

Christian Rickerts, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, betonte, dass die IBB Beteiligungsgesellschaft eine wichtige Rolle bei der Bildung von Finanzierungspartnerschaften spiele. Die von den verschiedenen Partnern am Ende tatsächlich investierten Mittel betrügen das sechs- bis siebenfache der Investitionen der IBB Bet. Investitionen von Venture Capital seien von immenser Bedeutung für das Image eines Investitionsstandortes und Motor für Wachstum und Beschäftigung. Venture Capital werde vor allem für wachstumsstarke Technologieunternehmen eingesetzt.

„VC-Investitionen sind ein sichtbarer Beleg für die Substanz und das Wachstumspotenzial der ansässigen Start-ups“, sagte Rickerts. „Und das Vorhandensein von VC-Gebern ist Impulsgeber für das schnelle Wachstum der Berliner Start-up Szene.“ Nach wie vor sei Berlin der mit Abstand aktivste Beteiligungsmarkt in Deutschland, was das Start-up-Barometer von Ernst & Young zeige, wo Berlin 2016 mit 220 Finanzierungsrunden auf 45 % der gesamten Transaktionen in Deutschland komme und mit Investitionen über 1,1 Mrd. Euro sogar einen Anteil von 50 % erreiche.

Die Bedeutung der IBB Beteiligungsgesellschaft werde schon darin deutlich, sagte Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der IBB und im Aufsichtsrat der Beteiligungsgesellschaft, dass die Gesellschaft und ihre Partner an rund 20 % der in Berlin erfolgten 220 Transaktionen beteiligt waren und das obwohl sich die IBB Bet nur auf ein bestimmtes Marktsegment, auf Early-stage-Finanzierungen in den Berliner Clustern, konzentriere. Er sei stolz darauf, dass sich die Gesellschaft so gut behauptet und gerade in den letzten beiden Jahren zu neuen Höhen aufgeschwungen habe. Insgesamt habe die IBB Bet in den 20 Jahren ihrer Geschäftstätigkeit in Konsortien mit Partnern über 1,25 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, wovon die Gesellschaft 172 Mio. Euro als Lead-, Co-Lead oder Co-Investor selbst investiert habe. Seit 1997 habe sich die IBB Bet an rund 190 Berliner Technologie- oder Kreativunter-nehmen im Zuge eines Erstinvestments beteiligt und sei gut 380 Folge-investments eingegangen, womit einer Erstrunde im Durchschnitt zwei Folgeinvestments nachfolgten. Bei mehr als der Hälfte der Beteiligungen seien zusätzlich weitere Förderprogramme der IBB zur Anwendung gekommen. Dieser "nachhaltige Einsatz" für die Start-ups, ein Unternehmen so lange zu begleiten, bis es auf festen Beinen steht, lohne sich, so Allerkamp. So sei es sehr erfreulich, dass die Unternehmen im Portfolio der IBB Bet in 2016 stark gewachsen seien: Die Anzahl der Arbeitsplätze sei um gut 10 % auf 2.767 gestiegen und die Umsätze sogar um 45 % auf 476 Mio. Euro und das, obwohl Ende des Jahres 2016 mit 69 Unternehmen sechs Unternehmen weniger im Portfolio waren als ein Jahr zuvor.

"Im Jahr 2016 sind unsere Finanzierungszusagen für Erstinvestments deutlich gestiegen", sagte Marco Zeller, einer der Geschäftsführer der Beteiligungs-gesellschaft. Auch die Anzahl der Beteiligungsanfragen sei von 358 auf 465 stark angewachsen. Dabei zeige sich, dass viele dieser Anfragen noch nicht beteiligungsfähig seien, aber doch einige dabei seien, die ein größeres finanzielles Engagement rechtfertigten. "Berlin ist nach wie vor ein spannender Ort für Gründer und Investoren. Viele Anfragen, die jetzt noch nicht beteiligungsfähig sind, können in den nächsten Jahren durch andere IBB-Programme oder die Beratungs- und Coaching-Angebote der IBB Businessteam GmbH für den weiteren Weg fit gemacht werden."

Die IBB Beteiligungsgesellschaft verfügt derzeit über zwei aktive Fonds, den VC Fonds Technologie und den VC Fonds Kreativwirtschaft. 26 Transaktionen entfielen 2016 mit 10,8 Mio. Euro auf den Technologiefonds und 16 mit rund 4,4 Mio. Euro auf den Kreativfonds. Für die Durchführung der Fonds in der Förderperiode bis 2020 wurden im Jahr 2015 zusätzlich 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Hälfte davon stammt aus Landesmitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die andere Hälfte bringt die IBB auf.

"Das Jahr 2017 hat vielversprechend begonnen", sagte Roger Bendisch, einer der beiden Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft. So seien bereits fünf Folgefinanzierungen und vier neue Beteiligungen abgeschlossen worden. Sehr erfreulich sei auch, dass die Beteiligung an dem Berliner Geothermie-Start-up "Geo En Technologies" an die GASAG veräußert werden konnte. Das Start-up bleibe selbstständig, werde aber in die GASAG-Gruppe eingegliedert, was dem jungen Unternehmen neue Perspektiven eröffne. Mit der GASAG bestehe nun die Chance, innovative Energielösungen in relevantem Maßstab voranzubringen.

Über die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH

Die IBB Beteiligungsgesellschaft (www.ibb-bet.de) stellt innovativen Berliner Unternehmen Venture Capital zur Verfügung und hat sich am Standort Berlin als Marktführer im Bereich Early Stage Finanzierungen etabliert. Die Mittel werden vorrangig für die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte oder Dienstleistungen sowie für Geschäftskonzepte der Kreativwirtschaft eingesetzt. Seit März 2015 befinden sich zwei von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete Fonds in der Investitionsphase, der VC Fonds Technologie Berlin II mit einem Fondsvolumen von 60 Mio. EUR und der VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin II mit einem Fondsvolumen von 40 Mio. EUR. Beide VC Fonds sind finanziert durch Mittel der Investitionsbank Berlin (IBB) und des europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), verwaltet vom Land Berlin. Seit 1997 hat die IBB Beteiligungsgesellschaft Berliner Kreativ- und Technologieunternehmen in Konsortien mit Partnern über 1,25 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, wovon die IBB Beteiligungsgesellschaft 173 Mio. Euro als Lead-, Co-Lead oder Co-Investor investiert hat.

Kontakt IBB Beteiligungsgesellschaft:

Roger Bendisch, Marco Zeller

Bundesallee 210 | 10719 Berlin | Tel: +49 (0)30 2125 3201 |

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