28.02.2018 , Berlin

Digitalwirtschaft in Berlin boomt ungebrochen

- Unternehmen locken mit hohen Einstiegsgehältern -

Die Digitalwirtschaft in Berlin ist weiter auf einem beeindruckenden Wachstumspfad. Nach einer Analyse der Investitionsbank Berlin (IBB) haben die Unternehmen dieses Teilbereichs der Informations- und Kommunikationswirtschaft (IKT) zuletzt ein kräftiges Umsatzplus von 7,1% erzielt. Und auch was die Beschäftigung betrifft, erweist sich der Bereich als ein gut geölter Motor: So waren 2017 rund 88.200 Menschen in der Digitalwirtschaft beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Steigerung um 14,1%. Zum Vergleich: In der Berliner Gesamtwirtschaft betrug der Anstieg nur 3,7%.

Dr. Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB: „In der Digitalwirtschaft gibt es einen intensiven Wettbewerb um Fachkräfte. Es wird überdurchschnittlich gut bezahlt, aber trotz attraktiver Arbeitsbedingungen reicht der Zuzug von Spezialisten nicht aus, um die große Nachfrage zu befriedigen." Der IBB-Studie zufolge werden potenziellen Bewerbern gute Arbeitsbedingungen und hohe Einstiegsgehälter offeriert. Viele in der Digitalwirtschaft neu geschaffenen Jobs sind daher sehr gut bezahlt. So beträgt der durchschnittliche Bruttoverdienst inklusive Sonderzahlungen für einen vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer in diesen Unternehmen pro Monat 4.934 Euro. Das liegt rund 1.000 Euro über dem Berliner Durchschnitt mit 3.855 Euro. Auch das Gehalt von teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern liegt in diesem Bereich mit monatlich 3.000 Euro deutlich über dem Berliner Durchschnitt (2.134 Euro). Gegenüber dem Vorjahr konnten die Arbeitnehmer in der Digitalwirtschaft bezogen auf ihren Bruttoverdienst ein Plus von 7,1% verzeichnen. Im Berliner Mittel waren es dagegen nur 3,3%.

Ein Blick auf den gesamten Beschäftigungsaufbau der Berliner Wirtschaft unterstreicht zusätzlich die große Bedeutung, die die Digitalwirtschaft inzwischen erreicht hat. So wurden im Zeitraum 2008 bis 2017 in Berlin 338.155 neue Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Davon entfielen 47.397 auf die Digitalwirtschaft. Somit sind 14,0% aller neuen Arbeitsplätze – jeder 7. Berliner Job - in der Digitalwirtschaft entstanden.

„Nach wie vor ist Berlin der wichtigste deutsche Standort der Digitalwirtschaft“, sagt Dr. Jürgen Allerkamp. „Diese Position verdankt es vor allem seinem einzigartigen Startup-Ökosystem, das auch die Risikokapitalgeber und die Innovationsabteilungen großer Unternehmen in die Spreemetropole lockt.“ Alles in allem hat Berlin mit seiner inzwischen international beachteten Digitalwirtschaft ideale Voraussetzungen, um als Standort der digitalen Transformation in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine führende Rolle zu spielen.

Die vollständige Studie finden Sie hier

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