28.11.2016 , Berlin

10 Jahre IBB-Preis für Photographie

Raul Walch erhält die diesjährige Auszeichnung und Marta Djourina eine lobende Anerkennung

Seit 10 Jahren wird der IBB Preis für Photographie von der Investitionsbank Berlin (IBB) in Kooperation mit dem Freundeskreis der UdK | Karl Hofer Gesellschaft e.V. zur Nachwuchsförderung verliehen. Alicja Kwade, Julius von Bismarck und Andreas Greiner sind unter den bekanntesten Trägern dieser Auszeichnung. Raul Walch (*1980 Frankfurt/Main) gewinnt in diesem Jahr den mit 5.000 Euro dotierten Preis für Künstlerinnen und Künstler der Universität der Künste Berlin. Ziel ist die Stärkung des photographischen Nachwuchses. Neben dem Preisgeld (5.000 Euro) und dem Kataloggeld (5.000 Euro) wird auch die Ausstellung im IBB-Atrium bezuschusst, um den jungen Talenten den Start in die berufliche Existenz zu erleichtern.

Die lobende Anerkennung wird an Marta Djourina (*1991 Sofia, Bulgarien) ausgesprochen, die neben der Ausstellungsbeteiligung einen Druckkostenzuschuss in Höhe von 3.000 Euro erhält.

Die Preisträger, die Absolventen der Universität der Künste Berlin sind, wurden von Professorinnen und Professoren vorgeschlagen und von Fachjuroren ausgewählt: Dr. Ralf F. Hartmann, Direktor Kunstverein Tiergarten Berlin / Amt. Rektor Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und Dr. Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie.

Raul Walch, der zunächst Soziologie studierte und dann bei Olafur Eliasson am Institut für Raumexperimente war, macht mit spielerischen und zugleich kritischen Interventionen den öffentlichen Raum zu seiner Bühne. Er hisst farbenfrohe Fahnen, lässt Drachen in ungewohnter Umgebung steigen und funktioniert städtische Hydranten zu Wasserfontänen um. Diese hintersinnig-poetischen Eingriffe in gewohnte Abläufe vollzieht Walch ortsspezifisch und fotografiert seine humorvoll-subversiven Aktionen, um über die temporären, performativen Störungen hinaus ein Bild zu bewahren.

Marta Djourinas analoge Photographie ist eine Auseinandersetzung mit Licht in seinen unterschiedlichsten Facetten. Zumeist ohne Kamera bringt die Künstlerin in experimentellen Anordnungen Papier und Licht zueinander. Abstrakte, malerische Bilder entstehen. Zumeist sind es Unikate, die durch Interaktionen mit der Lochkamera, Blindzeichnungen mit Licht oder skulpturale Faltungen des Papiers den dematerialisierten Alltag als Momentzeichnung dauerhaft fixieren. Spuren von performativen Handlungen erscheinen zeichnerisch wie zarte Erzähllinien des vorherigen Lichtspiels.

Ausstellung

IBB-Preis für Photographie 2016
30. November bis 21. Dezember 2016
Mo.–Fr. 9–18 Uhr

Ort

Investitionsbank Bank Berlin (Atrium)
Bundesallee 210
10719 Berlin

Presseakkreditierung

Pressematerial und Termine zur Vorbesichtigung am Di., 29. November 2016 unter Tel.: 030-3185- 2489 oder

Information

Freundeskreis der UdK | Karl Hofer Gesellschaft e.V.
Dr. Sabine Ziegenrücker
Einsteinufer 43–45
10587 Berlin
Tel.: 030-3185-2489 / -2463

www.karl-hofer-gesellschaft.de