Zum Haupinhalt springen

IBB logo

Berlin Konjunktur


mit dieser E-mail erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der IBB-Publikation Berlin Konjunktur.

Link zur Publikation

 Berlin Konjunktur - April 2023

Krise eindrucksvoll abgeschüttelt

Steigerung des BIP um min. 1,5% möglich

Berlin kann in 2023 mit einem Anstieg des BIP von mindestens 1,5 Prozent rechnen. Bereits im Vorjahr konnte die Hauptstadt mit einem Wirtschaftswachstum von 4,9 Prozent glänzen. Damit belegt Berlin - nach Bremen – bundesweit den zweiten Platz. Die größten Impulse kamen aus Dienstleistungsbereichen wie Information und Kommunikation (+14,0% gegenüber 2021) und dem freiberuflichen und wissenschaftlichen Segment (+12,0%).

Berliner Arbeitsmarkt entwickelt sich Anfang 2023 deutlich über dem Bundesdurchschnitt

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Januar 2023 im Jahresvergleich um knapp 42.900 auf rund 1,66 Mio. gestiegen. Mit einem Zuwachs von 2,6% liegt Berlin damit an zweiter Stelle aller Bundesländer und mehr als doppelt so hoch wie der deutsche Schnitt (+1,2%). Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat nach den Höchstständen im Mai 2022 (+4,8%) damit allerdings deutlich nachgelassen.

Dienstleistungsbereiche stark in 2022

Nach dem heftigen Corona-Einbruch haben alle Dienstleistungsbereiche zur Erholung der Berliner Wirtschaft beigetragen. Allerdings dürfte insbesondere die Berliner Digitalwirtschaft von den Folgen der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen innerhalb weniger Monate um 350 Basispunkte nach oben reguliert hat, nun überdurchschnittlich stark betroffen sein. Der Rückgang beim Risikokapital, gestiegene Personalkosten und eine sinkende Kaufkraft könnten in 2023 die Stimmung in genau den Dienstleistungsbereichen trüben, die sich 2022 noch als Treiber des Wachstums erwiesen haben.

Baugeschehen weiter rückläufig

Die Baugenehmigungen von Wohnungen sind 2022 gegenüber dem Vorjahr um 8,4% auf 17.165 erneut zurückgegangen. Zu Jahresbeginn 2023 sind zudem die Auftragseingänge im Wohnungs- und Wirtschaftsbau mit Rückgängen von 58% bzw. 49% deutlich gesunken. Die rasant steigenden Bauzinsen bremsen den Wohnungsbau und viele Bauprojekte müssen nachkalkuliert und ggf. angehalten werden. Selbst wenn die Kaufpreise etwas sinken, wird die Finanzierung einer Immobilie in Berlin teurer, so dass vorerst mehr Menschen auf dem Mietmarkt verbleiben. Der Nachfrageüberhang der vergangenen Jahre nach Wohnraum bleibt daher weiter hoch, insbesondere da Berlin im vergangenen Jahr mit rund 76.000 Zugezogenen ein überdurchschnittlich hohes Bevölkerungswachstum verzeichnen konnte. Laut unseren Prognosen wären jährlich 20.000 neue Wohnungen zur Deckung des Bedarfs nötig, wobei insbesondere eine hohe Nachfrage nach bezahlbaren, mittelgroßen Wohnungen besteht.

Alle Zahlen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Berlin Trend – reinschauen lohnt sich!

 Berlin Konjunktur (April 2023)