IBB stellt gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den IBB Wohnungsmarktbericht 2012 vor

In Berlin sind in den zurückliegenden fünf Jahren sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch die Wirtschaftsleistung stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Damit einher geht allerdings auch eine wachsende Verknappung auf dem Wohnungsmarkt. Das geht aus dem IBB Wohnungsmarktbericht 2012 hervor, den die Investitionsbank Berlin (IBB) gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz heute vorgelegt hat. Im bundesweiten Vergleich nimmt die Zahl der Beschäftigten in Berlin bereits seit längerer Zeit überdurchschnittlich zu.

 

Matthias von Bismarck-Osten, Generalbevollmächtigter der Investitionsbank Berlin: „Die wirtschaftliche Erholung sowie die ungebremste Attraktivität Berlins für Investoren und Neuberliner haben eine weitere Anspannung des Wohnungsmarktes zur Folge. Dabei ist - wie bereits in den Vorjahren - zu beobachten, dass innerhalb des Stadtgebiets große Unterschiede hinsichtlich der Stärke und Dynamik der Wohnungsnachfrage sowie der Entwicklung der Angebotsmieten bestehen. Der stärkste Druck liegt auf den zentralen Stadtgebieten. Generell bleibt aber festzuhalten, dass im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten wie Hamburg oder München die aktuelle mittlere Angebotsmiete in Berlin deutlich weiterhin niedriger liegt.“

 

Die steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt betrifft sowohl den Eigentums- als auch den Mietbereich. Auf dem Mietwohnungsmarkt lässt sie bei Neuvermietung Erhöhungen der Angebotspreise zu, die zu Zeiten eines entspannten Wohnungsmarktes nicht durchsetzbar waren. Festzustellen ist, dass der Preisauftrieb der Angebotsmiete zunehmend die gesamte Stadt erreicht hat. Die mittlere Angebotsmiete (Median) stieg innerhalb eines Jahres um 14% von 6,49 Euro/m² auf 7,40 Euro/m². Erhebliche Steigerungen der Angebotsmieten und Kaufpreise sind mittlerweile auch in Bereichen festzustellen, die bislang im Windschatten der Entwicklung lagen.

 

Der Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Ephraim Gothe: „Die Entwicklung bei den Mieten zeigt, dass es zur Stärkung des Wohnungsangebotes wie auch zur Eindämmung des Preisauftriebes eines ganzen Bündels an wohnungspolitischen Maßnahmen bedarf, von denen einige bereits umgesetzt, andere begonnen oder noch in der Vorbereitung sind.“

 

Die Entwicklung der Angebotsmieten kann nur Trends aufzeigen. Was die Berliner Haushalte tatsächlich an Miete aufwenden müssen, zeigt die Sonderauswertung zum Mikrozensus 2010. Hier werden, anders als beim Mietspiegel, auch langjährig unveränderte Bestandsmieten erfasst. Die 2010 im Durchschnitt gezahlte Nettokaltmiete in Berlin beträgt 5,23 Euro und liegt damit deutlich unter den Angebotsmieten. Von 2002 bis 2010 stieg die durchschnittliche Nettokaltmiete in Berlin um 22%. Dabei zeigen sich jedoch große Unterschiede zwischen den Bezirken.

 

Die Kapitalflucht in Immobilien, als vermeintlich sichere Geldanlage und die daraus folgende starke Nachfrage nach Eigentumswohnungen führt zu steigenden Angebotspreisen im Bestand wie im Neubau. Die Angebote konzentrieren sich zudem stärker auf Neubauobjekte und das Luxussegment, was das Preisniveau entsprechend beeinflusst. Eigentumswohnungen werden derzeit in erster Linie im Stadtzentrum und in traditionell guten Wohnlagen angeboten.

 

Die Wohnungswirtschaft und Investoren reagieren auf die Verknappung des Wohnungsangebots erst mit einiger Verzögerung. Da entsprechende Planungen einen zeitlichen Vorlauf von mindestens zwei Jahren benötigen, ist eine Trendumkehr bei den Baufertigstellungen des Jahres 2011/2012 noch nicht ablesbar - wohl aber bei den Baugenehmigungen. 2011 wurden Baugenehmigungen für rund 5.600 neue Wohnungen erteilt, bis November 2012 waren es bereits 8.930 Baugenehmigungen. Zur Deckung der zusätzlichen Nachfrage werden in Berlin in den nächsten Jahren jedoch 10.000 bis 12.000 Wohnungen jährlich benötigt. Nachdem der Trend an belastbaren Zahlen, wie steigenden Mieten und Einwohnerzahlen, erkennbar ist, werden wieder Neubauwohnungen für breitere Nachfragerschichten projektiert. Kommunale Wohnungsunternehmen engagieren sich wieder verstärkt im Wohnungsneubau, die öffentliche Hand stellt Flächen und Mittel zur Verfügung, um den Bau von Wohnungen zu befördern.

 

Den IBB Wohnungsmarktbericht 2012 finden Sie hier:

 

 

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Berlin, den 7. März 2013

 

 

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